Keine Gewalt gegen Polizisten

Keine Gewalt gegen Polizisten

Das ist keine offizielle Webseite der Polizei!

Ich heiße Mildred Gernhardt und ich bin nicht Polizistin. Es geht mir nicht darum, Polizisten besser zu machen als sie sind. Aber eben auch nicht schlechter.

Polizisten sind Menschen! Auch Polizisten trifft es, wenn sie beleidigt werden. Auch Polizisten haben Schmerzen, wenn sie zusammengeschlagen werden. Auch Polizisten haben Todesängste, wenn sie mit brennbaren Flüssigkeiten übergossen werden, wie am 1. Mai 2009 in Berlin geschehen.

Dieses Blog möchte aufzeigen, wieviel öfter Polizisten Gewalt ausgesetzt sind als sie sie ausüben - wie ihnen immer wieder vorgeworfen wird.

Jeder ist als Kommentator willkommen, auch wenn jemand Kritik an der Polizei üben möchte. Niemand ist perfekt, der menschlich ist - also wird es das eine oder andere zu kritisieren geben. Das Ganze sollte aber bitte ohne Beleidigungen auskommen, insbesondere ohne die Erwähnung männlicher Rinder! ;o) Ich behalte mir vor, Beiträge, die Menschen verachtende Beleidigungen enthalten, zu löschen.

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Aufgrund der schieren Menge habe ich eine Art "Auslagerungsdatei" für Gewaltakte gegen Polizeibeamte gebildet. Dieses zweite Blog heißt "Galerie der Gewalt". Beide Blogs sind Teil des Gesamtprojekts "Keine Gewalt gegen Polizisten".

Der Polizist und die Doktorin

Mildred GernhardtPosted by Mildred Gernhardt 08 Apr, 2011 07:20:53

Manche sind so dermaßen blöd, dass es schon wieder lustig ist. Und sie versuchen nicht einmal, das irgendwie zu verbergen. Zum Glück, denn sonst hätte ich gestern Abend einen Lachanfall weniger gehabt.

Ich hatte einen lustigen Abend mit zwei Bekannten. smiley Eine hatte in einer Social Community die mehr oder minder schlauen Äußerungen einer "Dame" über eine Begegnung mit einem Polizisten gesehen, ausgedruckt und mir mit den Worten überreicht: "Wäre die nicht was für Deinen Blog?" Dazu muss man sagen, dass diese Bekannte keine besondere Freundin der Polizei ist. Sie hat auch nichts gegen die Polizei. Aber sie hat einen (ehrlich erworbenen) Doktortitel und insofern ein gewisses Interesse daran, dass andere Träger eines solchen sich nicht allzu minderintelligent präsentieren.

"Wäre die nicht was für Deinen Blog?"

Aber ja!!!! smileysmileysmiley

Die Protagonistin der Geschichte hatte ihren Beitrag mit der vordergründig neutralen Feststellung eröffnet, dass es doch tatsächlich 5,- € kostet, genau vor der Nase eines Polizisten bei Rot über eine Ampel zu gehen.

WOW! smiley


smileyWas für eine Bombenerkenntnis.smiley

Eigentlich nicht besonders überraschend, aber für manche anscheinend schon. Na ja, je nachdem, wie die Erziehung verlaufen ist, kann man derartiges Wissen nun wirklich nicht voraussetzen. Viele Opfer antiautoritärer Erziehung haben tatsächlich nicht die leiseste Ahnung, dass Regeln nicht nur lästig sind, sondern auch Leben retten können. In dem Fall sogar das eigene, denn die Ampel ist ja nicht zum Spaß rot.

Natürlich war schon der erste Satz der Geschichte nicht wirklich neutral. Es bedarf schon einer nicht unerheblichen Dummdreistigkeit, im vollen Blickfeld eines Polizeibeamten bewusst dieses Rot zu ignorieren. Damit zeigte sie ja schon deutlich, was sie von diesem Berufsstand hält.

Die meisten durch das dauerhafte Desinteresse (= antiautoritäre Erziehung) ihrer Erzeuger Geschädigten schieben darüber ja auch gewaltigen Frust. Unter anderem, weil ihnen das notwendigste Rüstzeug für ein erfolgreiches Leben vorenthalten wurde. Schade nur, dass sie diesen nicht an den wahren Schuldigen auslassen. Vermutlich, weil die nicht sorgenden Eltern auch gerade so gar keine Zeit für ihre Kinder haben… hatten sie schließlich noch nie, warum sollte es also jetzt anders sein? Deswegen passt es ganz gut, wenn da solch ein Polizist daherkommt, der eine Grenze setzt. Der bekommt dann aber richtig Bescheid und kann froh sein, wenn das rein verbal von statten geht.

In unserem Fall wagte es der Polizist offenbar tatsächlich, unsere antiautoritär erzogene und deswegen durch eine rote Ampel sachlich und emotional komplett überforderte Person, mit "junge Dame" anzusprechen.

Es erfolgte eine sofortige Aufklärung an seine Adresse, dass unsere Heldin mit "Frau Doktor" angesprochen zu werden wünsche.

smiley

Ja, nee, ist klar.

So einen Doktortitel sollte man sich schon auf die Stirn tätowieren, damit das Gegenüber auch weiß, mit wem es hier zu tun hat. Vorausgesetzt der Doktortitel ist überhaupt vorhanden und nicht einfach nur vorgeschoben, um den Polizisten "ins Unrecht" zu setzen. Wobei mir persönlich vollkommen unklar ist, wo der Zusammenhang ist, aber gut. Logik verkommt gerade beim Thema "Polizei" gerne zur Nebensache.

Jedenfalls war die "Dame" mächtig stolz auf sich, als sie dieses Erlebnis für alle lesbar unters Volk brachte. Sie glaubt tatsächlich von sich, sie habe den Polizisten "zurecht gewiesen".

Muahahahaha! smiley

Oh ja, der wird sich sehr schlecht davon fühlen, dass eine Frau Doktor zu dämlich ist zu erkennen, was das lustige rote Licht an einer Ampel bedeutet. War offenbar nicht Bestandteil ihrer Forschungen… schade…

Auch wird er sich natürlich in den Schlaf geweint haben angesichts der Armseligkeit, die sich darin manifestiert, nach so einem Killefitt wie dem Abdrücken von 5,- €, auf seinem angeblichen akademischen Titel herumzureiten. Schon ohne solche Vorkommnisse ist solches Angebertum peinlich genug…

Polizisten bekommen so viel geballte Lächerlichkeit im Laufe ihres Berufslebens zu spüren – der Mann wird mit Sicherheit keine Sekunde mehr über diesen Faux-pas nachgedacht haben. Also ihren Faux-pas. Er hat ja alles richtig gemacht.

Im Grunde hat die "Dame", die sich nicht enblödete, diesen peinlichen Intelligenzausfall mit allen Anzeichen von Selbstzufriedenheit der Weltöffentlichkeit zum Besten zu geben, riesiges Glück. Wäre Dummheit strafbar, wäre sie wohl kaum mit 5,- € davongekommen…


Posted by Friederike 08 Apr, 2011 07:36:35

In meiner Jugend ärgerten wir uns gegenseitig mit dem Spruch: "Wenn Dummheit lange Hälse machte, könntest du aus der Dachrinne trinken." Scheint mir bei dieser Frau Doktor nicht unangebracht.