Keine Gewalt gegen Polizisten

Keine Gewalt gegen Polizisten

Das ist keine offizielle Webseite der Polizei!

Ich heiße Mildred Gernhardt und ich bin nicht Polizistin. Es geht mir nicht darum, Polizisten besser zu machen als sie sind. Aber eben auch nicht schlechter.

Polizisten sind Menschen! Auch Polizisten trifft es, wenn sie beleidigt werden. Auch Polizisten haben Schmerzen, wenn sie zusammengeschlagen werden. Auch Polizisten haben Todesängste, wenn sie mit brennbaren Flüssigkeiten übergossen werden, wie am 1. Mai 2009 in Berlin geschehen.

Dieses Blog möchte aufzeigen, wieviel öfter Polizisten Gewalt ausgesetzt sind als sie sie ausüben - wie ihnen immer wieder vorgeworfen wird.

Jeder ist als Kommentator willkommen, auch wenn jemand Kritik an der Polizei üben möchte. Niemand ist perfekt, der menschlich ist - also wird es das eine oder andere zu kritisieren geben. Das Ganze sollte aber bitte ohne Beleidigungen auskommen, insbesondere ohne die Erwähnung männlicher Rinder! ;o) Ich behalte mir vor, Beiträge, die Menschen verachtende Beleidigungen enthalten, zu löschen.

Derzeit kann leider nicht mehr jeder kommentieren. Meiner dringenden Bitte um Einhaltung der Höflichkeitsregeln wurde leider zu oft nicht entsprochen.

Sich anzumelden beinhaltet neben der Möglichkeit zu kommentieren, den Vorteil, dass man von neuen Einträgen automatisch informiert wird.

Wer sich also anmelden möchte:

1. Bitte eine E-Mail an kggpblog@kggp.de schicken.
2. Eine Kontaktmailadresse und einen Wunschbenutzernamen angeben.
3. Ein erstes Log-In-Passwort wird zugestellt.

Schon kann es losgehen.

Zum Inhaltsverzeichnis des Blogs.
Aufgrund der schieren Menge habe ich eine Art "Auslagerungsdatei" für Gewaltakte gegen Polizeibeamte gebildet. Dieses zweite Blog heißt "Galerie der Gewalt". Beide Blogs sind Teil des Gesamtprojekts "Keine Gewalt gegen Polizisten".

Keine Verletzungen?

Mildred GernhardtPosted by Mildred Gernhardt 28 Mar, 2011 21:08:09

Heute passierte in Nürnberg etwas, was ich auch nicht besser beschreiben kann als die Pressestelle der Nürnberger Polizei:

"Nürnberg (ots) - Wie bereits berichtet (Meldung 548), hat sich heute Morgen (28.03.2011) in Nürnberg-Gostenhof ein 45-jähriger Mann selbst getötet. Zuvor sollte er von einer Polizeistreife kontrolliert werden.

Nach aktuellem Ermittlungsstand überprüften die Beamten kurz vor 06:30 Uhr Meldescheine von Bewohnern eines Kurzzeitwohnheimes in Nürnberg-Gostenhof. Dabei stellte sich heraus, dass der 45-Jährige wegen strafrechtlicher Verstöße zur Fahndung (Aufenthaltsermittlung) ausgeschrieben war. Der Mann wurde einer näheren Überprüfung unterzogen und deshalb zum Streifenwagen der Beamten gebeten.

Als er durchsucht werden sollte, flüchtete er plötzlich in die Elsnerstraße. Dort zog er eine Schusswaffe und bedrohte die verfolgenden Beamten damit. Auch diese zogen ihre Dienstwaffen und forderten den Flüchtenden auf, seine Waffe niederzulegen und sich zu ergeben. Der Mann allerdings lief weiter zur Rothenburger Straße, immer in einem Abstand zwischen drei und fünf Metern durch die Beamten verfolgt.

Als der 45-Jährige die Rothenburger Straße überquert hatte, blieb er vor dem ehemaligen Volksbad stehen und schoss sich, für die Beamten völlig überraschend, unvermittelt in den Kopf.

Eine mittlerweile zur Unterstützung der Kollegen gerufene weitere Streife traf kurz danach ein und versuchte durch Einleitung und Durchführung von Wiederbelebungsmaßnahmen das Leben des Mannes zu retten. Nur wenige Augenblicke später trafen der Rettungsdienst und ein Notarzt ein und übernahmen die fortführende medizinische Notfallversorgung. Der Mann verstarb jedoch auf Grund seiner schweren Kopfverletzungen noch am Tatort.

Die beiden Beamten, die von dem Mann bedroht worden waren, fuhren zur Dienststelle zurück und werden seitdem durch Spezialisten des Zentralen Psychologischen Dienstes der Polizei betreut. Verletzt wurden sie nicht. Auch gaben sie aus ihren Dienstwaffen keinen Schuss ab.

Die vorläufigen Ermittlungen der Kriminalpolizei Nürnberg bezüglich des Toten ergaben, dass der Mann seit gestern Nachmittag (27.03.2011) in dem Kurzzeitwohnheim gemeldet und ohne festen Wohnsitz war. Über die Herkunft seiner verwendeten Schusswaffe, einen Revolver (Kaliber 38), gibt es zurzeit keine Erkenntnisse. Auch ist der Hintergrund seines Verhaltens noch völlig unklar. Diesbezüglich dauern die Ermittlungen noch an.

Die von der Staatsanwaltschaft Nürnberg angeordnete Obduktion wurde heute Nachmittag durchgeführt. Dabei entfernte der Rechtsmediziner aus dem Kopf des Verstorbenen ein Projektil, das eindeutig der Waffe des Toten zuzuordnen ist. Somit steht fest, dass sich der 45-Jährige mit einem Schuss aus seiner Waffe getötet hat."

Quelle

Verletzt wurden die beiden Beamten nicht? Körperlich ist das sicherlich richtig. Ich wünsche den beiden alles Gute beim Verarbeiten dieses Erlebnisses.